Der Paritätische Städteregion Aachen


KiBiz

Das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) NRW und seine Umsetzung in unseren Kindertageseinrichtungen

November 2008 - In der Städteregion Aachen gibt es aktuell 1.150 Plätze in Kindergärten, Tagesstätten, integrativen und heilpädagogischen Einrichtungen. Sie sind entweder in Trägerschaft von Eltern („Eltern-Initiativ-Kindergärten“) oder von finanzschwachen gemeinnützigen Vereinen (Lebenshilfe, Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, Studentenwerk AöR). 75 Plätze gibt es in sogenannten „Spielgruppen“, die meist keinerlei öffentliche Förderung erhalten.
Die Umstellung vom „Gesetz Tageseinrichtungen für Kinder (GTK)“ zum „Kinderbildungsgesetz KiBiz“ ab dem Kindergartenjahr 2008/2009 und die Entscheidung der Landesregierung zur Schließung von Horten zu Gunsten der „Offenen Ganztagsschule“ (OGS) hatte trotz breit angelegter Öffentlichkeitsarbeit und Intervention auf Verwaltungs- und politischer Ebene einschneidende Konsequenzen:
In Aachen musste der Schülerladen in der Hermannstraße bereits 2007 schließen und der "Zauberhut" in der Trierer Straße hat bis zur Umstellung auf die OGS seine Plätze reduziert. In Würselen schließt der DKSB einen eingruppigen Kindergarten wegen rückläufiger Anmeldezahlen. Die Räumlichkeit in der Bahnhofstraße galt allerdings seit Bestehen als „eine Übergangslösung“.
Auch für eine Reihe weiterer Träger wird das neue Gesetz in den Jahren bis 2011 Schwie-rigkeiten mit sich bringen, für die es heute noch keine Lösungen gibt. Einzelne Einrichtungen werden gar um ihr Überleben fürchten müssen. Der PARITÄTISCHE wird sich dabei aktiv für die Interessen seiner Mitglieder einsetzen. Da das Gesetz insbesondere große Träger und Verbünde favorisiert, ist zudem kaum zu erwarten, dass es Neugründungen von Kindertageseinrichtungen durch Eltern gibt.
Rochus Kleineidam


Ausdruck aus: http://www.staedteregion-aachen-paritaet.de/content/e838/e1374/index_ger.html
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