Der Paritätische Städteregion Aachen
Vorbemerkung
Die Kreisgruppe des Paritätischen in der StädteRegion Aachen konnte im September 2010 ihr 40jähriges Bestehen feiern, eine wechselvolle Geschichte aus Stadt und Kreis Aachen.
Wenn wir die Zunahme von Mitgliedsorganisationen, haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Einrichtungen als Erfolgsindikatoren nehmen, so sind wir als ehemaliger „Neuling“ unter den Verbänden der Wohlfahrtspflege zum mittlerweile zweitgrößten Verband vor Ort angewachsen.
Das ist einerseits eine gute Nachricht, denn es zeigt die Einsatzbereitschaft und die Innovationskraft aktueller sozialer Initiativen und Einrichtungen, die in allen Feldern sozialer Arbeit eine demokratische und gemeinnützige Aufgabe weiterentwickeln.
Andererseits leben wir noch immer in einer Gesellschaft, die die sozialen Gegensätze weiter verschärft und die Probleme auf das Individuum und die Familie verlagert. Die Inklusion ist als Idee inzwischen in den Köpfen der Menschen angelangt – aber die Umsetzung ist wie ein Hürdenlauf für Einbeinige.
Der Jahresbericht ist daher auch nur eine Gesamtschau auf die wichtigsten Themenfelder, die derzeit in der Kreisgruppe bewegt werden – und umfasst auch die Arbeit des Vorstands und aller ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen. Ihnen vor allem gebührt der Dank für jahrelanges Engagement in der Sache, Geduld und Geh- und Stehvermögen auf langwierigen Wegen und Team- und Kooperationsfähigkeit in allen Lebenslagen.
Aber auch allen hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen in den Vereinen und Einrichtungen muss an dieser Stelle ein Denkmal gesetzt werden: in der sozialen Arbeit ist die Eingruppierung in den letzten Jahren immer schlechter geworden (bei gleichzeitiger Verdichtung der Arbeit ), während die Kaufkraft immer geringer wird – es ist für viele nicht mehr auskömmlich, als Alleinverdiener/-in in einem sozialen Beruf zu arbeiten.
Danken möchten wir auch den Kooperationspartnern aus Politik und Verwaltung: die uns – trotz angespannter Haushaltslage – die örtliche Unterstützung für viele Aufgaben und Angebote weiterhin gewähren.
Aktuelle Statistik
- 2369 Hauptamtliche Mitarbeiter/-innen
- 1413 Ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen
- 126 Einrichtungen
- 101 Mitgliedsorganisationen
- 3 Neuaufnahmen
- 4 im Aufnahmeverfahren
- 1135 Kita-Plätze (inkl. U3-Pätze)
- 862 OGS-Plätze
Arbeitsschwerpunkte in der Kreisgruppe:
- Beratung der Mitgliedsorganisationen (in Zusammenarbeit mit den Fachreferenten des LV)
- Beratung für neue Vereine im Aufnahmeverfahren
- Implementierung des Projektes „Brand für Alle“
- Gremienarbeit in 26 Ausschüssen in der StädteRegion
- Innerverbandliche Netzwerken (z.B. Pari AG, AG Einwanderung, Regionalkonferenz der Tageseinrichtungen für Kinder) Arbeitskreise auf der Landes- und Bundesebene
- Grenzüberschreitende Positionierung der Patientenperspektive im Bereich der Gesundheitsvorsorge
- Weiterentwicklung fachlicher Positionen und Förderlinien auf der Landes- und Bundesebene
- Kibiz-Änderungsgesetz und die dazugehörige Debatte
- Konzeptionelle Weiterentwicklung der Kitas, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau von U 3-Plätzen
- Bewältigung der alltäglichen Fragestellungen (Finanzen, Personal, Konzeption) in ehrenamtlich geleiteten Einrichtungen
Arbeitsschwerpunkte in der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände:
- Beratung von Politik und Verwaltung in Fragen sozialpolitischer Daseinsvorsorge
(Armutsberichterstattung, Sozialplanentwicklung usw.)
- Vorbereitung der kommenden Leistungsvereinbarungen mit der StädteRegion Aachen
- Fusion der AG Wohlfahrtspflege Kreis Aachen und Stadt Aachen zur AGW
StädteRegion Aachen
- Arbeitsplattform Migration für die Einrichtungen im Bereich Migration
Ausblick:
Für das kommende Jahr umfassen unsere Aufgaben in der StädteRegion Aachen die Themen:
- die kommunale und fachlicher Beratung unsere Mitgliedsorganisationen
- Sozialentwicklungsplanung in der Stadt Aachen – unterstützen der Stadtteilkonferenzen und der Beteiligung unserer Mitgliedsakteure
- Demografieforum in der StädteRegion Aachen: die Begleitung und Weiterentwicklung neuer Bedarfe in der sozialen Infrastruktur
- Die Positionierung der Patienteninteressen und -beteiligung in den Gremien der Gesundheitsversorgung
- 2. Stufe des Kibiz-Änderungsgesetzes
Aktuelle Termine:
21.September 2011: Demografieforum in der StädteRegion Aachen – Fachtagung
29.September 2011: Dialogtag: Landesweite und örtliche Dialogtische zum Oberthema: Verschieden sein – dazu gehören
Aachen, September 2011
Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten, Vorsitzende
Merete Menze, Geschäftsführerin
Ausdruck aus:
http://www.staedteregion-aachen-paritaet.de/content/e455/e1913/index_ger.html
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